Unweit vom Klagenfurter Fußballstadion befinden sich gleich mehrere Tennisclubs. Während in den letzten Jahren die Jagd nach dem gelben Filzball eine eher überschaubare Größe innerhalb der „United World Games“ dargestellt hat, ist das Turnier 2025 regelrecht emporgeschossen. Deutlich mehr Spielerinnen und Spieler nehmen teil und das Level ist ebenso beeindruckend hoch. Grund dafür ist auch ein so genannter „Showcase“, also die Möglichkeit für Jugendliche sich im Rahmen des Events für eine Schule in den USA zu empfehlen. „Wir sind unglaublich stolz darauf, wie der erste College Tennis Showcase im Rahmen der United World Games abgelaufen ist. Das sportliche Niveau war mit Teilnehmern aus elf Nationen außerordentlich hoch. Dass mit dem amtierenden österreichischen U18-Staatsmeister Alexander Gschiel auch ein heimisches Toptalent vertreten war, hat uns besonders gefreut“, beschreibt Yannick Weihs, einer der Gründer von Smarthlete.
Für Teilnehmerinnen und Teilnehmer bedeutet ein Showcase konkret, dass sie ihr Talent vor College Trainern zeigen und gleichzeitig auch mit ihnen ins Gespräch kommen können. Für viele sind die USA ein Sehnsuchtsort, da man dort mittels Stipendien eine gute Ausbildung erhält und gleichzeitig die Sportart auf höchstem Niveau spielen kann. „Ich finde es super, dass ich hier mit den Trainern gleich reden kann. Ich will unbedingt in den USA spielen“, erzählt etwa Alba aus Spanien. Die ersten Kontakte sind hiermit bereits geknüpft. Die Coaches, unter anderem von renommierten amerikanischen Universitäten wie der Gonzaga University und der University of Tulsa haben am ersten Turniertag sogar selbst ein Training geleitet, um den Athleten einen authentischen Einblick in das Leben als College-Sportler zu geben.
Für Ege Cankus von der Georgia Southern University schließt sich bei den United World Game 2025 in gewisser Weise ein Kreis. Er kam vor mehreren Jahren als Spieler, vermittelt durch Smarthlete in die USA. Er ist dort geblieben und arbeitet nun als Trainer an seiner Universität. Bei den United World Games, an denen er auch teilgenommen hat, hilft nun mit im Rahmen des Turniers Spielerinnen und Spielern den selben Weg zu ermöglichen. „Bei einem Wettkampf dabei zu sein gibt mir einen besseren Eindruck der einzelnen Athleten. Dabei geht’s mir nicht nur um das sportliche Talent, sondern auch um die Persönlichkeit. Wenn jemand zu mir an die Universität kommt, dann verbringen wir viel Zeit als Team gemeinsam. Da muss auch die Einstellung auf jeden Fall stimmen“, erklärt Ege Cankus, auf was er besonders viel Wert legt.
Alexander Gschiel übrigens wurde seiner Favoritenrolle gerecht: er gibt im ganzen Turnier keinen einzigen Satz ab und holt sich souverän den Turniersieg. „Was uns wirklich begeistert hat, war die faire Atmosphäre unter den Spielern. Wir haben es hier mit einem internationalen Top Turnier zu tun“, freut sich Yannick Weihs. Ein Turnier, dass als Sprungbrett dienen kann zu einer Karriere in den USA.
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